Von Leihmüttern und Wunschkindern

17. März 2015 05:00

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Von Leihmüttern und Wunschkindern

"Ungepflegt" ist natürlich ein Künstlername. Bei offiziellen Anlässen hört einem ja selten jemand zu. Anders ist es, wenn man sich mit "Ungepflegt" vorstellt. Barbara Ungepflegt, Schauspielerin und Performerin, spielt gerne mit Identitäten. Auf ihrer Homepage "Escortservice-ungepflegt" ist zu lesen, sie biete "Bedienungen und Dienste aller Art (...) feil. Vor allem bedient sich die Bedienerin selbst." Konkret heißt das, dass es ihr um Machtverhältnisse geht, präzisiert die Wienerin im Gespräch mit dem KURIER. Als Konzeptkünstlerin spielt sie in Performances, Videos und Installationen mit der Realität: Verkleidet sich als Putzfrau und besucht Nobelrestaurants ("in etlichen wurde ich des Lokales verwiesen"). Veranstaltet als Begleitprogramm zur Nationalratswahl Misswahlen, bei denen man für Miss Kredit, Miss Gunst oder Miss Geschick stimmen kann. Oder organisiert in der Performance "Endlich" surreale Konditoreibesuche, wo den Gästen eine besondere Rolle zukommt.

Ein aktives Publikum setzt auch das Stück "Meines" voraus, das in Zusammenarbeit mit dem Tanztheater brut entstanden ist und das sie gemeinsam mit Peter Ahorner geschrieben hat. Es setzt sich mit dem Diktat der Fruchtbarkeit und den Errungenschaften der Reproduktionsmedizin auseinander: Drei Leihmüt...

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